AUGSBURGER ALLGEMEINE: Muslim-Pop: 4000 Fans in Schwabenhalle

Sami Yusuf Lieder über Frieden, Liebe und Religion

Von Eric Zwang Eriksson

Liebe, Gerechtigkeit, Friede und Glückseligkeit – das sind die Grundpfeiler, auf denen der Koran aufgebaut ist. Nicht von Krieg, Hass ist die Rede, sondern von Achtung und Akzeptanz. Gerade in Zeiten, wo der Islam durch die furchtbaren Taten von Extremisten einen so schlechten Ruf erlangt hat, ist es umso wichtiger, zu zeigen, dass wir Muslime diese Gewalt verachten, war dann auch der Aufruf des Sängers Sami Yusuf. Der Superstar der islamischen Popkultur hatte sich als Höhepunkt des von der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) organisierten Musikfestivals in der Schwabenhalle zum 90-minütigen Konzert eingefunden.

Das Foyer glich einem Bazar. Schmuck und Bücher wurden feilgeboten, während die Konzerthalle sich nach und nach mit 4000 Besuchern füllte. Obwohl als Jugendfestival organisiert, bestand ein Drittel der Zuhörerschaft aus älteren Semestern. Muslime aller Nationalitäten waren dem Ruf zum Konzertereignis gefolgt. Türken, Araber, Serben und viele mehr hatten sich unter dem Dach des gemeinsamen Glaubens und dem Wunsch nach Frieden vereint. Das Interesse der Nicht-Muslime hingegen war äußerst gering.

Rapper erzählt von Allah

Vier Sänger der islamischen Musikszene gestalteten den Nachmittag, der friedvoller kaum hätte sein können. Ihre Botschaft war eindeutig, es ging um den Islam und dessen friedvolle Botschaften. Das Mittel, diese Nachricht zu transportieren, war unterschiedlich. Bedauerlich, dass die drei Opener sich mit Halbplayback zufrieden gaben. Der Frankfurter Rapper Ammar, in Äthiopien geboren, erzählte von der Liebe zu Allah und den Wundern, die dieser vollbringt. Ähnliches galt für den in England geborenen Hamza Robertson, der alle musikalischen Tätigkeiten seinem Glauben widmet. Nazeel Azami, ebenfalls aus England, besann sich seiner Wurzeln und bediente sich der Dichtkunst und Musik der Bengali.

Mit einer zehnköpfigen Band wartete schließlich der britische Superstar des Konzerts auf. Samtweich erklang die Stimme von Sami Yusuf, der mit westlich geprägter Musik Inhalte transportierte, die – wenn auch aus islamischer Sicht geschrieben – allgemeingültige Themen sozialkritischer Couleur beinhalteten.

Doch Yusuf ist nicht nur Sänger. So begleitete er sich auf dem Flügel oder griff zur Oud (türkisches Zupfinstrument). In London aufgewachsen, ist er ein praktizierender Muslim, der zum besseren Verständnis des Islam beitragen möchte.

1 Yanıt, “AUGSBURGER ALLGEMEINE: Muslim-Pop: 4000 Fans in Schwabenhalle”


  1. 1 tuğba pekiç Mayıs 20, 2007, 9:02 am üzerinde

    I LOVE YOU SAMİ YUSUF BASARILARININ DEVAMINI
    YÜCE ALLAH TAN NİYAZ EDERİM MUTLULUKLAR


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